Festivals & Reihen

Musikclipprogramme:

Auch wenn das Musikfernsehen als Hauptplattform und -vertriebskanal von Musikvideos ausgedient hat, eröffnen Kanäle wie DVD-Veröffentlichungen, Club-VJing und das Internet sowie partizipatorische Technologien wie Handykamera, Game Engines neue formale und inhaltliche Wege für den Clip als Kunstform. Dank Uploadsites wie YouTube und einem Kosmos von Blogs, die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten  immer wieder auf YouTube als Archiv verweisen, ist die ganze Geschichte des Clips per Mausclick sofort verfügbar. Mediale Parameter des Netzes (Ladegeschwindigkeit, Bildauflösung, Fenstergröße) lassen das Seherlebnis aber gegenüber der ursprünglich intendierten abfallen.
Mit Reihen zu geschichtlichen und thematischen Gesichtspunkten wollen wir das Formenreichtum, diskursive Potential und nicht zuletzt Unterhaltungswert des Clips präsentieren: von Mainstream-Big-Budget-Werken über film- und videokünstlerischen Visualisierungen von Musik bis zu Mashups, Parodievideos und Handyclips, die die Trennung zwischen Macher und Zuschauer verwischen.
Wir bereiten diese Entwicklungen auf und präsentieren sie im Kino, mit guter Bild- und Tonqualität und Einführungen bzw. Gesprächen mit Gästen.

Aus dem Clip "I'm Not Really Optimistic", Musik: Ecstasy of St. Theresa, Tschechien 2002, Regie: Tomas Lunak; Bildnachweis: EMI CZ