ONE WORLD Berlin

Geschichte

Seit 1999 präsentiert das One World International Human Rights Documentary Film Festival in Prag jährlich neue Dokumentarfilme, Kurzfilme, Retrospektiven und Spielfilme zum Thema Menschenrechte. Begleitend finden Diskussionen, Workshops, Konzerte und Ausstellungen statt.

Die Hilfsorganisation People in Need, eine Stiftung des tschechischen öffentlichen-rechtlichen Fernsehens Ceská Televize, ist Organisator des Festivals in Tschechien. PINF wurde 1992 gegründet mit der Zielsetzung, "den solidarischen Geist in der tschechischen Gesellschaft zu fördern, indem bedürftigen Menschen geholfen und demokratische Grundfreiheiten für alle gefördert werden." Nach ersten Hilfsaktionen in Bosnien-Herzegowina und Nagorny-Karabach erweitere People in Need sowohl den regionalen als auch den inhaltlichen Aktionsradius. People in Need ergänzt nun mehr Hilfsaktionen und Menschenrechtsarbeit in der ganzen Welt mit gezielter Medienarbeit. Hieraus ist 1999 das ONE WORLD FILM FESTIVAL hervorgegangen.

Prag als erster Austragungsort des Festivals ist von besonderer Bedeutung. Von dieser Stadt gingen 1977 wichtige Impulse für den Kampf um Menschenrechte aus wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Sicherheit vor Justizwillkür u.ä., als der Dramatiker und Dissident Václav Havel zusammen mit anderen tschechischen Intellektuellen die Charta 77 verfasste. Charta 77 mahnte die Regierung der CSSR, das von ihr unterzeichnete Helsinki Menschenrechtsabkommen zu respektieren.

Beim ersten ONE WORLD FESTIVAL wurden 48 Dokumentarfilme in 5 Veranstaltungsorten präsentiert. Das Festival zählte 3.000 Besucher, 15 internationale Gäste und 34 Erwähnungen in den Medien. Festivalhighlights wurden in Brno nachgespielt.

Inzwischen ist ONE WORLD zum größten Menschenrechtsfilmfestival Europas avanciert. ONE WORLD ist Mitglied im Human Rights Film Network (HRFN), das während des Festivals 2004 konstituiert wurde.

"* the world is more than icons" war der Slogan des Prager und Berliner Festivals 2004