1999, 2001 und 2003 veranstaltete EYZ in Zusammenarbeit mit dem Lebenshilfe e.V. Berlin das GAGA - MEDIENFEST ZUM THEMA BEHINDERUNG.
GAGA präsentierte ein breites Spektrum der verschiedenen modernen Medien, Filme, Videos, Games u.a.. Die Angebote des Festivals richteten sich an Menschen mit Behinderungen und an diejenigen, die sich im Alltag damit beschäftigen, sei es in der Familie, im Freundeskreis, im Studium, im Beruf oder im freiwilligen sozialen Engagement. GAGA versuchte, für Menschen mit Behinderungen die Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte und eine zugängliche Darstellungsform der Programme zu gewährleisten. Fremdsprachige Beiträge wurden deutsch untertitelt oder deutsch eingesprochen vorgeführt. Deutschsprachige Produktionen wurden speziell für Gehörlose und hörgeschädigte Menschen deutsch untertitelt, für Menschen mit Sehbehinderung standen Audiodeskriptionsversionen ausgewählter Programme zur Verfügung.
GAGA machte durch die Präsentation populärer Medien die Thematik auch für ein breites Publikum zugänglich. So sprachen neueste Filmentdeckungen Kinobesucher an, die sich für ein lebendiges Kino interessierten, geht es doch in jedem guten Film um menschliche Schicksale, die, sofern sie der eigenen Lebenssituation auch sein mögen, durch das Medium nah gebracht werden.
Film-, Video- und Digitalvorführungen, ihre anwesenden Macher und Protagonisten standen im Zentrum des Medienfestes. Diese Produktionen verschiedener Stilrichtungen und Genres stellten Menschen mit Behinderung ins Zentrum ihrer Geschichten und Dokumentationen. Ob heiter, traurig, spannend, informativ oder sachlich informativ, ob konventionell oder experimentell: GAGA bot die ganze Bandbreite des Umgangs mit dem Thema. GAGA konzentrierte sich auf eine Auswahl von Filmen, die eine große Vielfalt verschiedenartiger Lebensumstände und Bewältigungsansätze zeigte. Zugleich wiesen die Produktionen Wege der Verarbeitung auf, die die unterschiedlichen Medien anbieten.
Die Fragen "Wie wurde es gemacht?" und "Wie kann ich es selbst machen?", die gerade auch die Mittel digitaler Bild- und Tonproduktion nahelegten, wurden in Workshops mit Filmemachern beantwortet. Die Dozenten und Filmemacher gaben einen ersten Einblick in die einfachen Techniken, die das "Selbstfilmen" mit Hilfe der digitalen Medien ermöglichten. Darüber hinaus wurden in Symposien neue Denkansätze diskutiert.